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Geschlossenes Thema

[Geschlossen] Neues zum Tierschutz in Ungarn


Autor Nachricht
Verfasst am: 16.10.2008 23:44
waldi
Halbungar
Durchflieger
Themenersteller
Dabei seit: 22.06.2007
Beiträge: 2708
Gerade gefunden icon_arrow_org.gif

>>> Ungarn treibt Stopfleberkrise auf die Spitze <<<

Das ungarische Landwirtschaftsministerium möchte gerne weiter stopfen!

Eine Schande! angry.gif


findet

waldi winki.gif

Und immer neugierig bleiben!

http://s3.postimage.org/1zvvyhyys/Waldis_Sissi_Seiten_weiss180.jpg

Verfasst am: 21.10.2008 08:54
Sandra
Urlauber
Durchflieger
Dabei seit: 24.07.2008
Beiträge: 27
Ja da hast du Recht.

Allerdings ist ja Vier Pfoten auch nicht so ganz geheuer...

Wenn ich bei der Arbeit mit Computern eins gelernt habe, dann das
ich einem Computer nur soweit traue, wie ich ihn werfen kann
...Haus in Ungarn gesucht...
Verfasst am: 22.10.2008 18:05
Joerg56
Halbungar
Durchflieger
Dabei seit: 25.06.2007
Beiträge: 381
Das Problem dürfte wohl unter anderem auch daran liegen, das offensichtlich ein Markt für die Produkte da ist. Erst wenn der Markt keine Nachfrage fordert kann dieser "Wahnsinn" eingestellt werden. Aber solange sad.gif
Verfasst am: 22.10.2008 20:14
Rüdiger
Halbungar
Durchflieger
Dabei seit: 02.02.2006
Beiträge: 1113
Es ist schon einiges verboten worden, wofür ein Markt da ist. Vom Handel mit Sklaven bis zu dem mit Elfenbein.

Es sollte doch auch möglich sein, diese Praxis ganz einfach zu verbieten, egal was der Markt dazu meint.
Verfasst am: 22.10.2008 20:54
Karin
Admin
Dabei seit: 17.07.2005
Beiträge: 1954
hi,
das ist wieder so ein Kapitel, welches nicht einfach so abzuhaken ist.
Stopfleber gibt es schon seit Ewigkeiten in Ungarn.
Das Stopfen der Gänse vor dem Schlachten ist aber nicht nur bei den Ungarn Sitte, sondern auch in den "schwäbischen" Dörfern!!

Dieses Verbot würde man auch wohl anders sehen, wenn "Vati" die Brötchen für die Familie in einer Firma verdient hat, die auf Betreiben der "4 Pfoten" geschlossen worden ist.
Es gibt etliches anderes bezüglich des Tierschutzes , was in Ungarn im argen liegt. Die genannte "Organisation" beschäftigt sich auch nur mit solchen Fällen die ihnen spektakulär genug sind und wo man sich mal so richtig in Szene setzen kann.

Karin

Ach so,bevor hier ein Aufschrei einsetzt: ich habe noch nie Gänseleber gegessen und werde sie auch in Zukunft nicht essen und auf meinem Speiseplan stehen sehr selten!! Fleischgerichte , was wahrscheinlich damit zu tun hat , dass der Sohn schon seit 7 Jahren Vegetarier ist.

Ich bin nicht unintelligent, ich hab nur Pech beim Denken!icon_wink.gif
Verfasst am: 22.10.2008 21:44
irenkereise
Halbungar
Durchflieger
Dabei seit: 01.02.2006
Beiträge: 1276
Bei dieser Thema ist für mich sehr schwer objektiv zu bleiben. Wir essen nämlich
Gänseleber sehr gerne. Ich bin damit aufgewachsen und das Gänsestopfen gehörte
so zum Leben wie Schweine- oder Hühner schlachten. Daß das Stopfen Tierquälerei ist, hat man darüber nie nachgedacht. Ich persönlich fand die Schlachtung bald noch schlimmer. Trotzdem haben wir genussvoll davon gegessen.

Und der Markt ist tatsächlich da. Bei den Ungarn sowieso. Aber laut meiner Beobachtung am Flughafen die meistgekauften "Duty free" Artikel nebst Tokaji und
Szalami, sind Gänseleber in der Dose gewesen. Bis zu 24 Euro bezahlen die Reisenden dafür, manche haben sogar mehrere Dosen mitgenommen. Und das waren überwiegend Deutsche und Amerikaner. Viele regen sich darüber auf und essen es trotzdem, das finde ich sehr scheinheilig. Wenn das Stopfen verboten wird, dann ist es halt so. Aber dann wird der schwarze Markt blühen für den zehnfacher Preis. Die Ungarn werden das kaum akzeptieren. Wie gesagt, die Mentalität ist eine andere. Sage doch einem Norddeutschen, er möge nicht mehr Dorsch, Kabeljau und Aal essen weil sie vom Aussterben bedroht sind. Die pfeifen doch drauf...

Bin ich jetzt in Ungnade gefallen????

LG

Irene
Verfasst am: 23.10.2008 08:17
waldi
Halbungar
Durchflieger
Themenersteller
Dabei seit: 22.06.2007
Beiträge: 2708
irenkereise schrieb:

Bin ich jetzt in Ungnade gefallen????


Sicher nicht, Irene!

Aber muss denn gestopft werden?
Die Gans hat doch sowieso eine Leber, oder?
Ist die Leber einer nichtgestopften Gans kleiner oder qualitativ schlechter?

fragt der unwissende

waldi winki.gif

Und immer neugierig bleiben!

http://s3.postimage.org/1zvvyhyys/Waldis_Sissi_Seiten_weiss180.jpg

Verfasst am: 23.10.2008 10:03
Schinderhannes
Urlauber
Durchflieger
Dabei seit: 20.09.2007
Beiträge: 11
Die Leber einer nicht gestopften Ganz ist viel kleiner und nicht soooo fett. Aber da Fett ein Geschmacksträger ist, wird gestopft. Die Leber einer gestopften Gans schmeckt also ganz anders.
Trotzdem würde ich sie nicht essen, denn sie stammt von einem kranken Tier (Leberverfettung) und wurde mit Tierquälerischen Methoden hergstellt.

Meine eigene Meinung.
Verfasst am: 23.10.2008 12:04
Rüdiger
Halbungar
Durchflieger
Dabei seit: 02.02.2006
Beiträge: 1113
Ich bin ein neugieriger Esser, der alles mal probieren möchte. So habe ich es auch mit der Stopfleber gemacht. Sie hat weder mir noch meiner Frau geschmeckt. Viel zu schwammig.

So gesehen kann ich gut für ein Verbot sein. Karins Argument mit der Bedeutung als Gelderwerb ist nicht von der Hand zu weisen. Das wäre aber, wenn der wirkliche Wille da wäre, sicher zu regeln. Mit Übergangsfristen z.B. um den Bauern Gelegenheit zu geben, sich umzustellen, und mit Vorschlägen und Praktiken zu anderen Verdienstmöglichkeiten.

Als Beispiel fällt mir da ein, wie in Afghanistan versucht wird, und teilweise mit Erfolg, die Opiumfelder durch Krokusfelder zur Safrangewinnung zu ersetzen.

Da in Ungarn aber immer noch der Tierschutzgedanke nicht so verbreitet ist, wird es wohl noch dauern bis sich ein wirklicher Wille, was zu ändern, entwickelt hat.

Das du, Irene, die du damit aufgewachsen bist, noch an dem hängst was du kennst und magst, wird dir niemand wirklich übelnehmen. Ab einem bestimmten Alter lassen sich Gewohnheiten nur noch schwer ablegen. smile.gif

Nun nischt wie weg hier. cheesy.gif
Verfasst am: 23.10.2008 18:51
irenkereise
Halbungar
Durchflieger
Dabei seit: 01.02.2006
Beiträge: 1276
So ist es. Natürlich war der Gänseleber für uns immer eine teure und ganz besondere Delikatesse. Und dass heute jedes Restuarant in U. auf der Speisekarte massenhaft Gänseleber anbietet, finde ich auch nicht gut. Das war früher nicht so. Gänsestopfleber wurde nur zur Weihnachtszeit oder im sehr kalten Winter gegessen. Der Leber wird im Gänseschmalz gebraten und danach gut durchgefroren. In Hauch dünnen Scheiben geschnitten, auf frischem Brot wird gegessen und dazu gab es Tee mit Rum. Nun wurde aus diesem Brauch regelrecht ein Marktprodukt, was ich persönlich auch ablehne. Warum muss man im Sommer Gänseleber anbieten? Übrigens warm schmeckt es mir auch nicht sehr - da hat Rüdiger Recht. Es muss kalt als Brotaufstrich gegessen werden.

Ja, der normale Gänseleber schmeckt wie Putenleber und wird leicht hart.
Diese Stopfmethode gibt es in Ungarn schon sehr lange. Als meine Großeltern noch
Kinder waren, haben sie schon diese Art Gänseleber gegessen.

Wie Ihr wisst, in Ungarn wird über Vieles nicht nachgedacht, so denkt man, der
arme Gans wird das schon aushalten. Dafür darf im Freien leben und wird nicht
in Käfig gesperrt. Die Ungarn wiederum haben sich immer über die ganz schlechte Geflügelfleisch Qualität in Nord-Westeuropa aufgeregt. (Ausnahme Frankreich und Spanien) Besonders darüber, wo Fischmehl gefüttert worden ist. Meine Mutter hätte nie ein Stück Geflügel aus Holland oder Dänemark angefasst. Sie schmeckte den Fisch raus. Heute ist alles anders. EU - die Ungarn Essen auch das, was sie bekommen.

LG

Irene




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