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Vor- und Nachteile des Auswanderns


Autor Nachricht
Verfasst am: 13.01.2012 09:38
gerkaiser
Halbungar
Durchflieger
Themenersteller
Dabei seit: 18.11.2007
Beiträge: 718
Stehe in Kürze vor der schönen Frage mich in Ungarn niederlassen zu können oder auch nicht. Meine Frau ist leider noch zu jung und wird weiterhin ihren Wohnsitz in Deutschland behalten.

Meine Frage an die Auswanderer: Welche sachlichen Vorteile hat es für Euch gehabt, den ersten Wohnsitz in Ungarn anzumelden und mit welchen Nachteilen (Rente, Krankenversicherung, Steuern etc.) ist zu rechnen?



Toleranz ist heilbar!
Verfasst am: 13.01.2012 10:12
Basti
Halbungar
Durchflieger
Dabei seit: 25.02.2008
Beiträge: 1340
Als deutscher Rentner bleibt dir ja die deustche Rente.Krankenversicherung auch,bekommts mit so einem E ...... Papier eine ung. Karte.Abegrechnet wird weiterhin über deine deutsche...
Falls du dann nur einen Wohnsitz in HU hast,musst du dein Auto auch registrieren lassen.


WIR ROCKEN DEN BALATON!
Verfasst am: 15.01.2012 08:31
gerkaiser
Halbungar
Durchflieger
Themenersteller
Dabei seit: 18.11.2007
Beiträge: 718
Danke Basti,
nett, dass wenigstens ein Forist geantwortet hat.

Toleranz ist heilbar!
Verfasst am: 15.01.2012 08:39
Joerg56
Halbungar
Durchflieger
Dabei seit: 25.06.2007
Beiträge: 388
Sachlich - nun, die Frage ist in wie weit auch das Klima ein Argument sein kann.

Ich habe das Glück, auch in Ungarn meine Arbeit ausüben zu können und bin aus der Sicht schon sehr zufrieden mit dem Klima.



Verfasst am: 15.01.2012 13:00
Gyuri
Admin
Dabei seit: 19.01.2006
Beiträge: 3122
"gerkaiser" schrieb:

Danke Basti,
nett, dass wenigstens ein Forist geantwortet hat.

icon_redface.gif Da deine Frage nur an Auswanderer gerichtet war, traute ich mich erst nicht zu antworten.

Zum Arbeiten auswandern ist für mich nicht mehr interessant, da ich sogar auf dem deutschen Markt kaum noch was finde. Meine Frau ist sechs Jahre jünger als ich. Selbst wenn ich vorzeitig in Rente gehe und auswandere, müsste ich auf sie dann noch 12 Jahre warten. 12 Jahre hoffen, dass ich keinen Arzt brauche? Und doppelte Haushaltsführung wäre auch kaum finanzierbar, selbst wenn ich in Ungarn so sparsam wie ein Ungar leben könnte. So werde ich Ungarn weiterhin nur als Urlaubsland betrachten … müssen.

Szervusztok! ………………………………… Erős Gyuri
Verfasst am: 16.01.2012 16:56
gerkaiser
Halbungar
Durchflieger
Themenersteller
Dabei seit: 18.11.2007
Beiträge: 718
Nee Gyuri, so war das auch nicht gemeint icon_redface.gif

Meine Situation ist ähnlich wie die Geschilderte.
Meine Frage bezog sich auf steuerliche Vorteile etc. Das meinte ich mit "sachlich" Dass das Wetter besser ist und das Land und das Essen auch sehr gut ist, klar.

Dass die Krankenversorgung bei Notfällen in Deutschland besser ist als in Ungarn, klar, weiß ich auch. Herzifarkt und Schlaganfall ist in Ungarn, insbesondere auf den Dörfer ein ko-Kriterium. In Deutschland die Überlebenschance und Rehabilitation um ein vielfaches Besser

Ich werde es wohl so machen wie Du für Dich entschieden hast. Ferienhaus und bei Bedarf zurück nach Hause. Ich muss es ja noch nicht endgültig entscheiden.

In vier Wochen beginnt meine Altersteilzeit und ich mache mir ein paar Gedanken dazu.

Danke für die Antworten

Toleranz ist heilbar!
Verfasst am: 06.02.2013 20:48
waldfee
Urlauber
Durchflieger
Dabei seit: 17.05.2009
Beiträge: 141
Ich hole mal einen älteren Beitrag wieder hoch.

Wie geht die Geschichte nun weiter?....

Wie lebst du nun?

In Ungarn oder weiterhin D?

Pendler, Genießer ?



Vor 2 Jahren dachte ich noch an ca 15 Arbeitsjahre . Heute bin ich, Dank meines Mannes, in der glücklichen Situation fahren zu können (fast) wann immer ich will. Für diesen Monat ist noch eine Woche Ungarn angedacht.
Ich bin glücklich, meine Familie ebenso und der Stress 34 Jahre im Gesundheits- und Sozialwesen hinter mir. Nun warte ich auf meinen Mann. (noch 6 Jahre)

liebe Grüße,

waldfee

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Ich kann nicht heißt, ich will nicht
Verfasst am: 06.02.2013 22:00
gerkaiser
Halbungar
Durchflieger
Themenersteller
Dabei seit: 18.11.2007
Beiträge: 718
Wie es weitergegangen ist? Vielleicht schildere ich kurz meine Familiensituation. Ich bin verheiratet, meine Frau muss, ähnlich wie Dein Mann noch ein paar Jahre arbeiten, nach heutigem Stand sind es bei meiner Frau aber noch 20 Jahre. Hinzu kommt ein 15 jähriger Sohn, der zwar mitten in der Pubertät, aber dennoch sehr vernünftig ist. Leistungssport statt Drogenexperimente.
Diese Konstellation hat die Entscheidung nicht unbedingt einfacher gemacht.

Nach langen und ausgiebigen Diskussionen wurde gemeinsam beschlossen, dass ich probeweise aussiedeln solle. Also bin ich im Mitte März 2012 nach Ungarn gefahren und habe mich häuslich eingerichtet. Meine Familie kam in den Ferien. Natürlich sind wir völlig vernetzt. Wir skypen täglich, den Kontakt zur Schule und zum Sportverein halte ich, ebenso mit Freunden und sonstiger Familienmitglieder per E-Mail und/oder Skype. Kurz, diese Familie auf Distanz gestaltet sich völlig problemlos.

Nachdem ich mir ein paar Schafe zugelegt habe um die Wiese kurz zu halten war ich natürlich auf Ungarn noch ein Stück weiter festgelegt. So zerschlug sich auch der ursprüngliche Plan, wenigstens über Weihnachten und Silvester in Deutschland zu verbringen.

Als Ergebnis waren wir über die Feiertage gemeinsam in Ungarn, als meine Familie hier war bin ich akut erkrankt und ich musste ins Krankenhaus.

Ob hier oder in Deutschland war keine leichte Entscheidung, zumal auch mir der eine oder andere Horrorbericht zu Ohren gekommen war. Der Verlauf der Erkrankung erübrigte weitere Überlegungen und ich musste hier in die Klinik. Meine Frau konnte sich noch eine Woche um die Tiere und das Haus kümmern, musste aber wegen Arbeit und Schule zurück. Freunde übernahmen für die nächsten zwei Wochen diese Aufgabe, so dass ich beruhigt meine Therapie abschließen konnte. Nun geht es mir wirklich super gut und ich lebe am 17 März seit einem Jahr ununterbrochen in Ungarn. Unser Familienleben gestaltet sich trotz der räumlichen Entfernung absolut konfliktarm, die schulischen Leistungen meines Sohnes haben sich sogar verbessert (grübel, grübel), wohl auch weil er verstanden hat Mitverantwortung tragen zu müssen. Zumindest gefällt mir diese Variante besser, als das meine Abwesenheit die Ursache sei.

Krankenversicherung:
Bei meiner deutschen Krankenkasse werde ich als Arbeitspendler geführt. Dadurch bin ich über das Formblatt E 106 auch in Ungarn versichert und habe die gleichen Leistungsansprüche wie die Ungarn auch.

Bei der Krankenversorgung muss ich mein vorheriges Posting korrigieren. Sicher sind Akutversorgungen hier nicht so perfekt organisiert wie in Deutschland. Was die medizinische Kompetenz anbelangt, sehe ich keine Unterschiede. Im Gegenteil, weil es nicht den Druck der blutigen Entlassung gibt, wird sehr viel gründlicher gearbeitet.

Ja, dass war die Fortsetzung meiner Geschichte und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute. icon_razz.gif


Toleranz ist heilbar!
Verfasst am: 17.03.2013 09:45
Tordasi
Urlauber
Durchflieger
Dabei seit: 19.04.2008
Beiträge: 49
Hallo Gerkaiser,

warum bleibst du in D krankenversichert, wenn du dauerhaft hier lebst. Du zahlst doch in D sicherlich mehr als die 6.660 Ft, die man hier bezahlt, zumal du die gleiche Leistung erwarten kannst.

LG - Achim

Auch wenn man am Gras zieht, wächst es nicht schneller.......
Verfasst am: 23.01.2014 17:43
Karin
Admin
Dabei seit: 17.07.2005
Beiträge: 1927
Ich stelle das mal hier ein
weil der Beitrag grosse Diskussion ausgelöst hat.
u.a auch durch "teilen" bei facebook)

http://ungarnjournal.de/2014/01/22/scharenweise-wandern-deutsche-rentner-nach-ungarn-aus/



Ich bin nicht unintelligent, ich hab nur Pech beim Denken!icon_wink.gif



 
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