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alte Stiche von Budapest


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Verfasst am: 03.12.2009 21:47
waldi
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Herzlichen Dank, Josef!

Für ein Lob lass ich mich gerne unterbrechen - zeigt es mir doch, dass mein Geschreibsel von jemandem gelesen wird! wink.gif


waldi winki.gif

Und immer neugierig bleiben!

http://s3.postimage.org/1zvvyhyys/Waldis_Sissi_Seiten_weiss180.jpg
Verfasst am: 07.12.2009 01:36
waldi
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Bild 10

" Szentháromság tere és Nagyboldogasszonyi Egyháza Budán "

http://urmeli.ungarninfo.org/yappa/show.php?size=320x320&album_name=%2FMitgliederalben%2Fwaldi%2FGrngrtel%2FStiche_%2F&obj_name=Stiche_Budapest_0015.jpg


Welch unscheinbares Kirchlein!
Es ist nicht zu erkennen, dass es sich um die bedeutendste Kirche Ungarns handelt.

Doch laut Quellen der Diözese Esztergom hat hier schon Stefan I. (István I.) um 1015 eine Kirche erbauen lassen.

Durch den Einfall der Mongolen um 1241 und ihre Schreckensherrschaft verlor Ungarn etwa 40% seiner Bevölkerung.
Nachdem König Béla IV. 1262 die Mongolen vertrieben hatte begann er mit dem Bau von Burgen an strategisch wichtigen Orten. Die wichtigste davon war die Burg von Buda.
Als Teil dieser Burg wurde die "Liebfrauenkirche" erstmals 1269 als "erbaut" erwähnt. Sie sollte der deutschen Bürgerschaft als Gotteshaus dienen.
Im Jahre 1301 wurde András III. als letzter Árpádenkönig, und 1309 Vencel III. (Wenzel III.) aus dem Hause Anjou in dieser Kirche gekrönt.

Die Grundform der heutigen Kirche geht noch auf diese romanische Basilika zurück
Um 1370 wurde die Liebfrauenkirche unter König Lajos I. (Ludwig I.) in eine gotische Hallenkirche mit drei Schiffen umgebaut.
Dem folgten noch mehrere Erweiterungen und Umbauten bis 1541 die Türken die Stadt Buda eroberten, die Einrichtung der Kirche zerstörten und sie zu ihrer Hauptmoschee machten. So trug die Liebfrauenkirche fast 150 Jahre den Namen "Büyük Camii" (große Moschee).
Bei der Befreiung Budas 1686 durch die "Heilige Liga", einem Zusammenschluss des christlichen Westeuropas gegen die Osmanen, wurde die Kirche fast völlig zerstört und in barockem Stil wieder errichtet.
Der Kirchturm auf dem Bild geht auf König Mátyás Hunyadi (Matthias Corvinus) zurück und gab der Kirche ihren heutigen Namen Matthiaskirche.
Nach der Krönung von Ferenc József zum ungarischen König und Erzsébet (Sissi) zur Königin im Jahre 1867 wurde die Matthiaskirche in der Zeit zwischen 1873 und 1896 nach Plänen von Frigyes Schulek in die heutige neugotische Form gebracht.

http://urmeli.ungarninfo.org/yappa/show.php?size=320x320&album_name=%2FMitgliederalben%2Fwaldi%2FGrngrtel%2FStiche_%2F&obj_name=Budapest_0027f.jpg


Die Matthiaskirche mit ihren Kapitellen, verschiedenen Kapellen, der Krypta mit dem gemeinsamen Sarkophag der mittelalterlichen Könige, seinen Fenstern, dem Krönungsfresko, seinem Museum und dem Presbyterium gehört heute zum UNESCO-Welterbe.
Die auffälligen Majolikakacheln des Kirchendaches wurden von der berühmten Keramikmanufaktur "Zsolnay" in Pécs aus Pyrogranit angefertigt.

Alles Wissenswerte über die Matthiaskirche bei wikipedia


waldi winki.gif

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http://s3.postimage.org/1zvvyhyys/Waldis_Sissi_Seiten_weiss180.jpg
Verfasst am: 08.12.2009 23:16
waldi
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Bild 11

" Pest és Ráczváros "

http://urmeli.ungarninfo.org/yappa/show.php?size=320x320&album_name=%2FMitgliederalben%2Fwaldi%2FGrngrtel%2FStiche_%2F&obj_name=Stiche_Budapest_0006.jpg


Dieses Bild, gezeichnet vom Hang des Gellertberges aus, zeigt im Vordergrund die Szerbek temploma, eine serbische Kirche die nicht mehr existiert. So wie der größte Teil des Stadtteils Tabán in den Jahren 1932/33 dem Erdboden gleich gemacht wurde.
Am gegenüber liegenden Donauufer erkennen wir in der Bildmitte die innerstädtische Pfarrkirche und links daneben die früher griechisch-orthodoxe Kirche mit ihren ursprünglichen "Stummeltürmen".



Bild 12

" Buda és Pest a Gellerthegyröl "

http://urmeli.ungarninfo.org/yappa/show.php?size=320x320&album_name=%2FMitgliederalben%2Fwaldi%2FGrngrtel%2FStiche_%2F&obj_name=Stiche_Budapest_0007.jpg


Ein Stück weiter oben vom Blocksberg – so wurde der Gellerthegy von der deutschen Bevölkerung genannt – ist diese Zeichnung entstanden.
Im Vordergrund sehen wir wieder die alte serbische Kirche in der "Reitzenstadt" und dahinter den Burgberg und die Budaer Berge.



Bild 13

" Budavár és Kristinaváros "

http://urmeli.ungarninfo.org/yappa/show.php?size=320x320&album_name=%2FMitgliederalben%2Fwaldi%2FGrngrtel%2FStiche_%2F&obj_name=Stiche_Budapest_0009.jpg


Diese Zeichnung zeigt die Festung Ofen und einen Teil des – von der Donau gesehen hinter dem Burgberg liegenden – Stadtteils Christinenstadt.


http://urmeli.ungarninfo.org/yappa/show.php?size=320x320&album_name=%2FMitgliederalben%2Fwaldi%2FGrngrtel%2FStiche_%2F&obj_name=Budapest_0011f.jpg


So sah ich etwa 1975 den Burgberg vom Gellertberg aus (altes Dia).
Heute bestimmt die Alexandriai Szent Katalin Templom das Bild der Reitzenstadt.


waldi winki.gif

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http://s3.postimage.org/1zvvyhyys/Waldis_Sissi_Seiten_weiss180.jpg
Verfasst am: 22.12.2009 21:39
waldi
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Bild 14

" Buda – Pest "

http://urmeli.ungarninfo.org/yappa/show.php?size=320x320&album_name=%2FMitgliederalben%2Fwaldi%2FGrngrtel%2FStiche_%2F&obj_name=Stiche_Budapest_0005.jpg


Dies ist ein Blick vom nördlichen Ende des Burgberges auf die Kettenbrücke und das Pester Donauufer.
Die Kirchtürme bestimmen das Stadtbild.
Der helle Turm rechts auf dem Bild gehört zum alten Pester Rathaus das im Jahre 1900 abgetragen wurde und heute steht dort die philosophische Fakultät der Eötvös-Loránd-Universität.

http://urmeli.ungarninfo.org/yappa/show.php?size=320x320&album_name=%2FMitgliederalben%2Fwaldi%2Fvermischtes%2FRaetsel%2F&obj_name=Raetsel8.jpg


Links daneben ragt der Turm der "Kálvin téri református templom" aus dem Häusermeer.

http://urmeli.ungarninfo.org/yappa/show.php?size=original&album_name=%2FMitgliederalben%2Fwaldi%2FGrngrtel%2FStiche_%2F&obj_name=Kalvin.jpg
ein Bild von etwa 1930


Der Doppelturm ist das Wahrzeichen der "Egyetemi templom (kisboldogasszony)". Die Universitätskirche des Paulinerordens soll die schönste Barockkirche Budapests sein.

http://urmeli.ungarninfo.org/yappa/show.php?size=original&album_name=%2FMitgliederalben%2Fwaldi%2FGrngrtel%2FStiche_%2F&obj_name=egyetemi_templom.jpg


Der hohe spitze Turm lässt die "Ferences templom" erkennen. An der Fassade der Franziskanerkirche ist das "Wesselényi-Relief" befestigt.

http://urmeli.ungarninfo.org/yappa/show.php?size=original&album_name=%2FMitgliederalben%2Fwaldi%2FGrngrtel%2FStiche_%2F&obj_name=ferences.jpg


Der nächste Turm steht am Szervita tér und gehört zur "Belvárosi Szent Anna templom".

http://urmeli.ungarninfo.org/yappa/show.php?size=original&album_name=%2FMitgliederalben%2Fwaldi%2FGrngrtel%2FStiche_%2F&obj_name=szervitatemplom.jpg


Die anderen Türme kann ich nicht mit Sicherheit zuordnen.
Am linken Bildrand, an der Pester Auffahrt zur Kettenbrücke sehen wir wieder das LLoyd-Gebäude.


waldi winki.gif

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http://s3.postimage.org/1zvvyhyys/Waldis_Sissi_Seiten_weiss180.jpg
Verfasst am: 10.01.2010 02:27
waldi
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Bild 15

" Császármalomok és Császárfürdő Budán "

http://urmeli.ungarninfo.org/yappa/show.php?size=320x320&album_name=%2FMitgliederalben%2Fwaldi%2FGrngrtel%2FStiche_%2F&obj_name=Stiche_Budapest_0013.jpg


Das Császár-Bad war im 19. Jahrhundert das eleganteste, als erstes modernisierte Bad von Buda. An Quellen war es das reichste mit 8 Thermalquellen und einem Wasserertrag von 11,7 Millionen Litern pro Tag.
Hier hat man eine Mumie gefunden die darauf hinweist, dass die Römer schon im 3. und 4. Jahrhundert bei diesen Quellen Heilung suchten. Schon einer der Könige Claudius bestätigte das Vorkommen von heilendem Wasser am Fuße des Rosenhügels.
Durch die türkische Besatzung bekamen die Bäder eine größere Bedeutung. So wird Mustafa Sokollu, dem Pascha von Buda von 1566 bis 1578, die Errichtung der schönsten türkischen Ilidsche (Thermalbad) "Weli Beg" zugeschrieben.

http://urmeli.ungarninfo.org/yappa/show.php?size=original&album_name=%2FMitgliederalben%2Fwaldi%2FGrngrtel%2FStiche_%2F&obj_name=Weli_Beg.jpg
das Weli Beg, in das Kaiserbad integriert


Deren Wasser hat 5 Mühlen betrieben die auf dem Stich oben zu sehen sind..
Die Kaisermühlen fielen am Ende des 19. Jahrhunderts leider Straßenbauarbeiten zum Opfer.
Nach der Türkenherrschaft gelangten die "Thermae Regiae Maiores", die auf dem Gelände der heutigen Bäder Császár und Lukacs befindlichen Bäder "Kapli" (geschlossenes), "Barut Kane" (neben der Pulvermühle befindlich) und das "Weli Beg" in den Besitz des Fiskus.
Zwischen 1841 und 1843 wurde nach Plänen von József Hild, der nebenan das Lukácsbad errichtete, auch das neue Gebäude des Császárbades im klassizistischen Stil fertiggestellt.
Der Kurhof mit seinen Säulengängen wurde Schauplatz der eleganten Császár- und Annatagsbälle. Die neue Inschrift über dem Tor "Lustplatz Császárbad" verkündete auch eher die gesellschaftliche Attraktivität als die heilende Kraft einer Badekur.
Laut Aufzeichnungen wurden zwischen Januar und Juli 1857 im Gemeinschaftsbad 25 600, im Wannen- und Steinbad 43 500 Patienten bedient, ohne die etwa 1 600 unentgeltlich Badenden. Und das obwohl damals noch kein Badearzt ernannt war.
Aus diesem Zeitraum stammt ja auch unser Stahlstich oben.
1860 wurde das Kapli Ilidsche in ein Dampfbad umgebaut und die Schwimmbäder für Männer und Frauen.
Außer den verschiedenen Bade- und Trinkkuren wurden nun auch Schlamm- und Malzbäder angeboten.

http://urmeli.ungarninfo.org/yappa/show.php?size=original&album_name=%2FMitgliederalben%2Fwaldi%2FGrngrtel%2FStiche_%2F&obj_name=Csaszarfrd1860.jpg
das Kaiserbad um 1860, von den Mühlen her gesehen


Am Ende des 19. Jahrhunderts war das Császárbad die größte Badeanlage von Budapest, mit dem Dampfbad aus der Türkenzeit, dem Frauen- und Männerschlammbad mit den angeschlossenen 20 Schwitzkammern und 24 Umkleideräumen (Wassertemperatur 40°C, Schlammtemperatur 43-44°C), und dem Frauen- und Männerschwimmbad mit Umkleideräumen, Duschen und Turngeräten; außerdem 22 Spiegelbäder, 18 türkische Bäder, 8 Porzellanwannen, 7 Wannen aus weißem Marmor und 28 Wannen aus rotem Marmor und 20 Zinkwannen.
Das Császárbad verlor seine Vorrangstellung durch die Fertigstellung des Lukácsbades und später dann durch das Széchenyibad und das Gellertbad.

http://urmeli.ungarninfo.org/yappa/show.php?size=320x320&album_name=%2FMitgliederalben%2Fwaldi%2FGrngrtel%2FStiche_%2F&obj_name=Kaiserbad.jpg
ein Blick von der Margaretheninsel auf das Kaiserbad um 1900


Das Császárbad legte seinen Schwerpunkt auf die Schlammbehandlung die bei rheumatischen Beschwerden der Muskeln, Gelenke, Nervenkapseln und Hautproblemen erfolgreich eingesetzt wurde. 1935 wurde ein neues Schlammbad eingeweiht, das sich für die gleichzeitige Behandlung von etwa 100 Patienten eignete und das Heilwasser aus der 63°C warmen Marienquelle bezog.
Da der Name des Lukács besser in die politische Landschaft passte wurde 1946 das Császárbad in das Lukácsbad integriert. In den Räumen des Kurhotels wurden das Rheuma-Krankenhaus und das balneologische Forschungsinstitut eingerichtet.
1951 verschmolz man diesen Komplex mit dem bestehenden Krankenhaus der barmherzigen Brüder und gründete das ORFI (Landesinstitut für das Rheuma- und Badewesen).
1990 hat man das Schwimmbad geschlossen und die Thermalbäder im Heilbad, die Heißluft- und Dampfkammern, Thermalwannenbäder und Gewichtsbäder wieder zum Mittelpunkt gemacht.
Das während des Krieges stark beschädigte Kurhotel wurde in den 80er Jahren – zusammen mit dem Weli Beg – in seiner ursprünglichen Form wieder hergestellt.
Bei der Modernisierung des Freibades 1999 wurde anstelle des Schlammteiches, der bis dahin kaum benutzt wurde, ein Erlebnispool eingerichtet, mit Mitreißkorridor, Unterwasser-Sprudel, Nackendusche, in die Sitzbänke eingelassenen Massagestrahlen für den Rücken, Whirlpool, Geysiren, Sprudelbett und vielen anderen Neuheiten. Im zweiten Hof des Bades befinden sich zwei Schwimmbassins von verschiedener Temperatur, die auch mit Wasserfiltern und Umwälzpumpen ausgerüstet wurden.
10 Heilquellen liefern heute täglich 15 Mio. Liter 17 bis 65 Grad heißes Heilwasser mit Kalzium, Magnesium, Hydrogenkarbonat und Sulphat, Chlorid, Natrium, reich an Fluorid-Ionen, welches in erster Linie bei Leiden der Bewegungsorgane, Unfallnachbehandlung, Muskel- und Nerven zur Behandlung empfohlen wird.
Das Angebot reicht vom Thermalbad bis zur Wellnessabteilung und von der Heilmassage bis zur finnischen Sauna. Alles was man sich von einem Heilbad denken kann wird geboten.
Nur meine Lieblingsbehandlung, die Behandlung mit Schokolade wird nur im Gellert angeboten!
"Die Produkte, die Kakaobutter enthalten, also auch die Schokolade, reinigen, pflegen und schutzen die Haut. Dieser Stoff ist reich an Teobromin, das ähnlich zu Koffein die fettbrennenden Prozessen aneifert, also die Behandlung fettbrennende Wirkung hat, und hilft bei der Produktion von Endorfin. Weiterhin die Bestandteile der Kakaobohnen haben wohltätige Wirkung gegenüber der Alterung. Die 60 Minute lang dauernde Verwöhnung enthält die Körperradier, Zucker peeling, die Schokoladenpackung, die eine Foliewickelung ist, das Duschen und 30 Minuten Schokoladenmassage."
Ich finde nicht nur die Behandlung köstlich, sondern auch die Erklärung derselben! cheesy.gif Was tut man nicht alles gegen das Älterwerden? wirr.gif

Hier findet Ihr aktuelle Bilder des Lukácsbades.


waldi winki.gif

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Verfasst am: 10.01.2010 10:27
Karoly
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Hallo Waldi,
der Uhrzeit nach zu urteilen, in der du deinen Beitrag eingestellt hast, hast du einen sehr schlechten Schlaf. Oder hast du vielleicht einen extremen Biorhythmus?
Natürlich finde ich deine Beiträge nach wie vor sehr interessant, es ist nur die Zeit des Postens, die mich etwas nachdenklich macht!
Mit freundlichem Gruß
Karoly cheesy.gif
Verfasst am: 10.01.2010 12:17
waldi
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Beiträge: 2572
Hallo Károly!

Mein Biorhythmus ist durch meine Schichtarbeit sowieso beim Teufel, aber ich bin halt in den Nachtstunden am kreativsten. Kein Grund zur Sorge! smile.gif


waldi winki.gif

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http://s3.postimage.org/1zvvyhyys/Waldis_Sissi_Seiten_weiss180.jpg
Verfasst am: 10.01.2010 13:19
pitti
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Beiträge: 1693
waldi schrieb:

Hallo Károly!

Mein Biorhythmus ist durch meine Schichtarbeit sowieso beim Teufel, aber ich bin halt in den Nachtstunden am kreativsten. Kein Grund zur Sorge! smile.gif


waldi winki.gif


Ich war Nachts früher auch viel kreativer, aber wie fängt jedes Märchen an? "Es war einmal" cheesy.gif
Wie würde Basti schreiben: Ach was waren wir gschmeidig, darauf trinke ich jetzt einen "Hubi" und lasse mir von Heidi meinen steifen Rücken massieren........ cheers.gif

Aber jetzt mal wieder ganz schnell zum Thema zurück.

Mit lieben Gruss Pitti winki.gif

http://pitti.ungarnportal.org/CMS/bilder/ungarnanim.gif

http://pitti.ungarnportal.org/CMS/bilder/000HP.jpg
Verfasst am: 11.01.2010 00:57
waldi
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Beiträge: 2572
pitti schrieb:

...und lasse mir von Heidi meinen steifen Rücken massieren........ cheers.gif


War das wirklich der Rücken, pitti???? blush.gifblush.gifblush.gif


waldi winki.gif

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http://s3.postimage.org/1zvvyhyys/Waldis_Sissi_Seiten_weiss180.jpg
Verfasst am: 24.01.2010 21:30
waldi
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Beiträge: 2572
Bild 16

" Pest és Buda "


http://urmeli.ungarninfo.org/yappa/show.php?size=320x320&album_name=%2FMitgliederalben%2Fwaldi%2FGrngrtel%2FStiche_%2F&obj_name=Stiche_Budapest_0003.jpg


Zum Abschluss meiner Tour durch das alte Buda und Pest besteigen wir den Rosenhügel und werfen einen Blick zurück auf die "Viziváros", die Wasserstadt.
Sie hat ihren Namen durch ihre tiefe hochwassergefährdete Lage.
Wieder erkennen wir, dass die Kirchtürme das Stadtbild beherrschen.
Auf dem Burgberg sehen wir – links vom Baum – den Turm der Liebfrauenkirche, besser bekannt als Matthiaskirche oder Krönungskirche.
Rechts vom Baum ragt die "Mária Magdolna templom" über die Burgmauern. Sie ist eine der ältesten Kirchen Budapests und wurde 1257 zum ersten Mal erwähnt.

http://urmeli.ungarninfo.org/yappa/show.php?size=320x320&album_name=%2FMitgliederalben%2Fwaldi%2FGrngrtel%2FStiche_%2F&obj_name=Garnisonskirche1.jpg
ein altes Foto der Garnisonskirche


Gegründet im 13. Jahrhundert als Pfarrkirche der ungarischen Bevölkerung, diente die Magdalenenkirche in der Türkenzeit als einzige Kirche des Burgviertels den Katholiken wie auch den Protestanten. 1792 wurde hier Kaiser Franz II. zum König von Ungarn gekrönt und im 19. Jahrhundert war sie Garnisonskirche. Die "Ferdinand-Kaserne" (Kapisztrán tér 2-4) beherbergt heute das Kriegshistorische Museum.
Leider wurde die Maria Magdalenen Kirche im zweiten Weltkrieg bis auf den Turm zerstört. Man begann 1946 mit dem Wiederaufbau. Man erzählt, dass – trotz Befürwortung der Wiederherstellung durch Experten und den Rat für Wiederaufbau – der damalige Ministerpräsident Mátyás Rákosi selbst die Aufgabe der Aufbaupläne angeordnet hat. Deshalb sind bis heute nur die Grundmauern der Kirche zu erkennen und der Nachbau aus Beton eines der imposanten gotischen Kirchenfenster steht als eine Art Denkmal dabei.
Allein der Turm wurde ausgebaut und dient als Aussichtsturm. Wer Lust hat, der kann die 163 Stufen erklimmen und auf der Plattform eine herrliche Aussicht genießen.
Alle habe Stunde ertönt das Glockenspiel des Turmes.

http://urmeli.ungarninfo.org/yappa/show.php?size=160x160&album_name=%2FMitgliederalben%2Fwaldi%2FGrngrtel%2FStiche_%2F&obj_name=Garnisonskirche._9.jpg http://urmeli.ungarninfo.org/yappa/show.php?size=160x160&album_name=%2FMitgliederalben%2Fwaldi%2FGrngrtel%2FStiche_%2F&obj_name=Garnisonskirche._8_ShiftN.jpg http://urmeli.ungarninfo.org/yappa/show.php?size=160x160&album_name=%2FMitgliederalben%2Fwaldi%2FGrngrtel%2FStiche_%2F&obj_name=Garnisonskirche_14a.jpg
der Turm............das gotische Fenster und das Glockenspiel

Für diese tollen Bilder bedanke ich mich herzlich bei unserem Kirchenspezialisten Josef! hugme.gif


Unterhalb des Burgberges erkennen wir den Doppelturm der "Szent Anna templom".
Die Fenster in den Türmen wirken auf dem Stich wie Leuchten.
Der Batthyány tér (als der Stich angefertigt wurde hieß der Platz noch "Felső piac" oder "Oberer Markt") wird durch den Bau der Kirche der heiligen Anna dominiert.
Die Pfarrkirche - 1390 gegründet - wurde von den Türken im Jahre 1540 zerstört, und erst 1687 wurde die Pfarrei wieder gegründet. Die Registrierung von Geburten begann im Jahre 1693.
Wenzel Graf Sinzendorf hat im Jahre 1626 in den Grundmauern der Pfarrei ein Haus erbaut das 1720 vom Holzhändler Matthias Forstmayer gekauft wurde, der darin eine "kocsma" - eine Kneipe – eröffnet hat.
Im Jahre 1724 kaufte der Rat der Stadt Buda zusammen mit dem Maurermeister Henrik János Fiedler das Gelände und sie bauten den Kirchturm und die Pfarrei wieder auf.
Da die Kirche der Jesuiten zu klein wurde begann man 1740 mit dem Bau einer neuen Kirche nach Plänen von Christoph Hámom. Dieser verstarb 1748 und Matthias Nepauer setzte die Arbeit fort. Doch schon kurz nach der Fertigstellung 1761 erlitt die Kirche 1763 wieder erhebliche Schäden durch ein Erdbeben. Der Sohn des ersten Baumeisters, János Hámon, übernahm den Wiederaufbau. Dabei wurde die Fassade mit Skulpturen neu gestaltet.
Durch die Auflösung des Ordens der Jesuiten im Jahre 1773 wurde die verwaiste Pfarrei vernachlässigt und erst nach der Renovierung durch Kristóf Hickisch ist die "Szent Anna templom", eine der schönsten barocken Gebäude in Budapest, am 4. August 1805 eingeweiht worden.
Nach schweren Schäden im 19. Jahrhundert – Hochwasser von 1838 und 1876 und die Belagerung von 1849 - und vor allem während des Zweiten Weltkrieges wurde die Kirche in den Jahren von 1978 bis 1985 innen und zwischen 1992 und 1997 äußerlich restauriert.

http://urmeli.ungarninfo.org/yappa/show.php?size=320x320&album_name=%2FMitgliederalben%2Fwaldi%2FGrngrtel%2FStiche_%2F&obj_name=Annakirchek.jpg


Die Hauptfassade hat eindrucksvoll ausgewogene Proportionen.
Die heilige Anna ist in der gerahmten Nische über dem Haupteingang zu sehen.

http://urmeli.ungarninfo.org/yappa/show.php?size=320x320&album_name=%2FMitgliederalben%2Fwaldi%2FGrngrtel%2FStiche_%2F&obj_name=Anna.jpg

Das Tympanon trägt das Wappen von Buda und das Symbol der Dreieinigkeit.

http://urmeli.ungarninfo.org/yappa/show.php?size=320x320&album_name=%2FMitgliederalben%2Fwaldi%2FGrngrtel%2FStiche_%2F&obj_name=Anna-Dreifaltigkeit.jpg

Der barocke Grundriss der Kirche wird erst im Inneren sichtbar. Es besteht aus einem ovalen Kirchenschiff und Chor und zwei Kapellen. Der große, aufwendig verzierte Hochaltar und die Kanzel, die später überarbeitet wurde, sind vermutlich aus der Werkstatt des Bildhauers Carlo Bebo entstanden. Die Marmor-Verkleidung und die Fresken an der zentralen Kuppel wurden im 20. Jahrhundert von Pál Molnár und Béla Kontuly ergänzt. Die Fresken im Chor der Darstellung der Heiligen Dreifaltigkeit wurden von Gregor Vogl im Jahre 1772 geschaffen. Die Skulpturen von Anton Eberhard an den Seitenaltären sowie die Altartafeln von dem Wiener Maler Franz Wagenschön sind sehenswert.

http://urmeli.ungarninfo.org/yappa/show.php?size=original&album_name=%2FMitgliederalben%2Fwaldi%2FGrngrtel%2FStiche_%2F&obj_name=Batthyany_ter_1785.jpg
links die Annakirche und rechts das Kloster der Elisabethinnen


Beim einstigen Gasthof "Zum Weißen Kreuz" an der Westseite des Platzes (Mitte des Gemäldes), in dem Kaiser Joseph II. und Casanova logierten, fuhren früher die Postkutschen nach Wien ab.
Die Nordecke des Platzes (rechts auf dem Bild) nimmt das ehemalige Kloster, Krankenhaus und Asyl der Elisabethinnen ein.
1785 kamen die "Schwestern der heiligen Elisabeth" – der Orden entstand in Aachen – über Graz und Wien auch nach Buda um im ehemaligen Franziskanerkloster, das wir auf der rechten Seite des Gemäldes sehen, ein Krankenhaus zu eröffnen. Die Nonnen der heiligen Elisabeth stellten ihre Medikamente in ihrer eigenen Apotheke her. In dieser wurde auch die Erzsébet-golyó, die "Elisabeth-Kugel" entwickelt, ein Mittel gegen die "Erysipel", besser bekannt als Wundrose oder Rotlauf. Zu diesem Kloster gehörte auch die nächste Kirche, die Szent Ferenc Sebei templom. Die barocke Kirche,deren alter Turm auf dem Gemälde rechts zu erkennen ist, wurde in den Jahren von 1731 bis 1737 nach den Plänen von Hans Jakab aus den Trümmern einer türkischen Moschee gebaut und den Wunden des heiligen Franz von Assisi geweiht. Kloster und Kirche hat Kaiser Joseph II. jedoch 1785 den Nonnen der heiligen Elisabeth überlassen.

http://urmeli.ungarninfo.org/yappa/show.php?size=320x320&album_name=%2FMitgliederalben%2Fwaldi%2FGrngrtel%2FStiche_%2F&obj_name=szt_ferenc_sebei.jpg


Gegen Ende des letzten Jahrhunderts wurde das Kloster an die Malteser abgegeben die dort heute Hilfe für alte und bedürftige Menschen anbieten.
Die Elisabetinnen unter der Leitung von Anna Fehér betreuen heute in erster Linie das "Vakok Batthyány László Római Katolikus Gyermekotthona", ein Heim für sehbehinderte und blinde Kinder.


Der Kirchurm der mit seiner Spitze das gegenüberliegende Donauufer zu berühren scheint gehört wahrscheinlich zur "Szent Flórián vértanú Görög Katolikus Parochiális templom". Wenn ich die kargen Informationen über diese kleine Kirche richtig deute, dann hat ein Budaer Bäckermeister – aus Bayern stammend - namens Antal Christ die griechisch-katholische Kirche des Märtyrers Sankt Florian nach Plänen von Máté Nepauer erbauen lassen und die Kapelle am 4. Juni 1753, dem Tag des heiligen Florian, einweihen lassen.

http://urmeli.ungarninfo.org/yappa/show.php?size=320x320&album_name=%2FMitgliederalben%2Fwaldi%2FGrngrtel%2FStiche_%2F&obj_name=gk1k.jpg


Nun zur Kirche mit dem Doppelturm in der Bildmitte.
In der türkischen Zeit wurden die Kirche und das Kloster des Ordens des heiligen Augustinus von Buda völlig zerstört. Nach der Befreiung von Buda baute man an der Stelle wo heute die "Szent István első vértanú plébánis templom" an der Margit körút steht im Jahre 1707 eine Kapelle zu Ehren des ersten Märtyrers, des heiligen Stefan. Die Kapelle erwies sich bald als zu klein und im Jahre 1753 begann man mit dem Bau einer Kirche nach Plänen des Architekten Máté Nepauer. 1770 wurde die Kirche vom damaligen bosnischen Franziskaner-Bischof Károly Zbiskó zu Ehren des ersten Märtyrers und ersten ungarischen Königs Szent István (St. Stephan) geweiht.

http://urmeli.ungarninfo.org/yappa/show.php?size=320x320&album_name=%2FMitgliederalben%2Fwaldi%2FGrngrtel%2FStiche_%2F&obj_name=Szent_Istvan.jpg


Über den Turm auf dem Stich rechts unten habe ich keine Informationen gefunden.


Der Stahlstich, oder die Vorlage dazu, dürfte an der Kapelle auf dem Rosenhügel gezeichnete sein. Ich vermute, dass es sich um diese Kapelle gehandelt haben.

http://urmeli.ungarninfo.org/yappa/show.php?size=320x320&album_name=%2FMitgliederalben%2Fwaldi%2FGrngrtel%2FStiche_%2F&obj_name=Szent_Sir_kapolna_E._Htter.jpg


Dass ich über diese Kapelle nichts in Erfahrung bringen konnte ärgert mich ungemein!
Offensichtlich existierte sie etwa 1900 noch. Das zeigt dieses Bild; aufgenommen vom Burgberg aus.

http://urmeli.ungarninfo.org/yappa/show.php?size=320x320&album_name=%2FMitgliederalben%2Fwaldi%2FGrngrtel%2FStiche_%2F&obj_name=Rosenhgel2.jpg


Auf diesem Foto kann man auch noch einmal die Türme der Szent István templom in der Margit körút sehen.


Damit ist mein Rundgang durch Buda und Pest des Jahres 1856 beendet.


waldi winki.gif

Und immer neugierig bleiben!

http://s3.postimage.org/1zvvyhyys/Waldis_Sissi_Seiten_weiss180.jpg



 
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