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Geschlossenes Thema

[Geschlossen] Hitze


Autor Nachricht
Verfasst am: 05.08.2017 12:06
Gyuri
Admin
Dabei seit: 19.01.2006
Beiträge: 3545
"pitpit" schrieb:

(…) Die Empfehlung der Differenz zwischen der Außen- und Innentemperatur ist maximal 6 Grad. (…)

icon_rolleyes.gif Sagt wer?

Gelten könnte so eine Regel wohl nur "für den Hausgebrauch" und bei mäßigem Klima.

Es gibt Räume, da gilt ein Normklima als anzusteben, egal wie warm es draußen ist.
Krankenhäuser, Büros, Metzgereien, Bierkeller, Messlabor (!) …

Es gibt auch Räume, die werden nur geheizt und/oder gekühlt, damit man es drin "aushalten" kann.
Fahrzeuge, Restaurants, Geschäfte ohne verderbliche Ware und nicht zuletzt Wohnungen.

Ich stelle mir gerade vor, in "meiner Puszta" hat es 40°C. Würde ich es dann IM Haus bei 34°C noch aushalten? … Ja sicher, wenn es sein muss schon. Aber so richtig wohl fühlt man sich doch eher, wenn es weniger als … sagen wir mal 25°C hat. Um jetzt einen Raum langfristig kühl zu halten ohne dabei Unmengen von Energie zu verbrauchen, ist es ratsam, die Wände dann so weit wie möglich runter zu kühlen, wenn es draußen etwas kühler ist als am Tag - also am Abend und in der Nacht. Und dann kann man schon mal auf … 22°C runter kühlen, wenn es die Klimaanlage schafft.

Wer war schon mal bei uns in Bayern in einer Wirtschaft mit altem Bogengewölbe und dicken Mauern und immer im Erdgeschoß oder gar in Kellernähe?
Wenn es draußen kalt ist, dauert es etwas länger, bis der Raum warm wird. Aber mit genügend Konsum der angebotenen Lebensmittel lässt sich das dort aushalten. Im Sommer sind solche Bierkeller oft ein gern gesehener Aufenthaltsort, weil es dort VIEL kühler ist als draußen und oft mehr als 6°. Probleme bekommen dann höchstens Bedienungen, die auch draußen im Biergarten bedienen müssen.

btw:
Wie kam es denn zu den Biergärten?

Als es noch keine Klimaanlagen gab, musste man zusehen, dass das Bier in möglichst kalten Kellern gelagert wird. Im Winter versorgte man sich mit Eis, dass man einlagerte. Aber im Sommer schmolz das Eis dahin, besonders bei Außenkellern. Dann kamen ein paar findige Köpfe darauf über den Bierkellern Bäume zu pflanzen um mit deren Schatten die Keller nicht all zu sehr aufzuheizen. Die Kastanie wächst schnell und spendet viel Schatten.

Weil man sich sein Bier früher direkt bei der Brauerei kaufen konnte, setzte man sich an heißen Tagen gleich unter die Kastanien und verzehrte seine mitgebrachte Brotzeit zusammen mit dem frisch eingeschenkten Bier.

Diese Lebensart ist bei uns in Bayern voll erhalten geblieben, obwohl die alten Bierkeller mit Erfindung von Klimaanlagen nicht mehr gebraucht werden. Unter einer Kastanie sitzt es sich aber immer noch gemütlicher als unter einem Sonnenschirm.

… meint der Gyuri icon_wink.gif

Szervusztok! ………………………………… Erős Gyuri
Verfasst am: 05.08.2017 16:58
pitpit
Eingesessener
Durchflieger
Dabei seit: 28.01.2014
Beiträge: 203
icon_biggrin.gif da ich weder in einem Krankenhaus noch in einem Messlabor lebe, genügen mir so im Schnitt bei der derzeitigen Wärme im Haus so 25-26 Grad (aber natürlich hat unser Haus auch eine zeitgemäße Dämmung icon_smile.gif) und somit läuft die Klimaanlage auch auf vollen Touren. Und wir haben derzeit in Nemesbük 34 Grad im Schatten (aber man muß ja nicht im Schatten bleiben icon_eek.gificon_biggrin.gif)

Aber was solls: Den ganzen Winter isses dann nicht so warm icon_biggrin.gif
Verfasst am: 05.08.2017 17:14
Karoly
Halbungar
Durchflieger
Dabei seit: 17.08.2008
Beiträge: 798
Haben zur Zeit 35 Grad Außentemperatur und unsere Klimaanlage läuft auf Automatik Einstellung mit Mindest-Energieverbrauch, wobei die Innentemperatur auf 26 Grad eingestellt ist. Wir fühlen uns bei dieser Temperatur sehr wohl!
Ohne diese Anlage wäre es bei den gehabten Außentemperaturen sehr schlecht in der Wohnung auszuhalten.
War vorher kein überzeugter Fan von solchen Anlagen, doch sie werden ja auch immer besser und das Wetter bringt einem doch zum Nachdenken.
Gruß Karoly und noch ein schönes Wochenende!
Verfasst am: 07.08.2017 09:10
waldi
Halbungar
Durchflieger
Dabei seit: 22.06.2007
Beiträge: 2572
Gestern abend kam die langersehnte Abkühlung.
Gewitter mit mäßigem Regen der vom ausgetrockneten Boden aufgesogen wurde.
Auch in der Nacht regnete es bei frischem Wind bis in die Morgenstunden.
Kein Sturm, keine Schäden!
Einfach nur angenehm.

Draußen haben wir jetzt frische 20 Grad.
Der eigentliche Vorteil des Lehmhauses lässt die Temperatur in den Räumen, bedingt durch die gespeicherte Wärme in den dicken Wänden, nur langsam zurückgehen. Derzeit haben wir drinnen noch knapp 26 Grad. Das ist aber schon wesentlich angenehmer als die 30 Grad vorher.

Mal sehen wie es weitergeht.
Es soll sich bei 30 Grad einpendeln.
Das wäre gut!

Liebe Grüße von waldi aus Ungarn

Und immer neugierig bleiben!

http://s3.postimage.org/1zvvyhyys/Waldis_Sissi_Seiten_weiss180.jpg
Verfasst am: 10.08.2017 18:45
irenkereise
Halbungar
Durchflieger
Themenersteller
Dabei seit: 01.02.2006
Beiträge: 1147
Ich denke, ich bin im falschen Film, wenn ich Eure Zeilen lese. Wenn wir hier in Schleswig Holstein 21 Grad haben, freuen wir uns. Und immer bedeckte Himmel. So viel Wind, wie wir hier seit Winter haben, ist nicht mehr normal. Deswegen können die Regengüsse schnell wegtrocknen. Dieser Sommer ist der kühlste und schlechteste in meinem ganzen Leben und ich habe schon ein paar Jahre auf dem Puckel.

Karin Ihr tut mir sehr leid - schlamm im Haus - das stelle ich ganz schlimm vor. Natürlich möchten wir hier auch nicht diese schreckliche Temperaturen, wie bei Euch war, haben. Besonders nachts muss es furchtbar sein. Aber wenigsten etwas Badewetter für die Kinder wäre hier auch mal angesagt. Sollen wir so den Winter entgegen sehen? Oder kommt der Sommer hierher erst im Oktober? Alles möglich...
Verfasst am: 30.08.2017 14:03
Salviona
Urlauber
Durchflieger
Dabei seit: 07.05.2017
Beiträge: 16
Servuz!

Ich selber bin am 6.8. nach Ungarn gefahren. 2 Wochen Urlaub. Als ich am Abend ankomme regnet es ein wenig und es sieht nach Gewitter aus. Super, denk ich mir, das fängt ja klasse an.
Als ich das Haus aufschliesse, stoße ich auf eine Wärmewand. Das macht mich stutzig. Ich gehe noch mal in den Garten und mache einen Rundgang. Alles verdorrt und vertrocknet, also muss es brutal heiß gewesen sein.
Ich hab ein Lehmputz-Haus, das Wärme gut speichert. Wenn ich im Sommer tagsüber die Türen und Fenster zu lasse, habe ich immer 26 ° im Haus, was ich sehr angenehm empfinde. Aber ich muss auch durchaus Lüften, was die ganze Klimasache dann wieder ins Wanken bringt.
In den nächsten Tagen wurde es dann wieder saharamäßig heiß. Um meinen Jungpflanzen etwas Gutes zu tun, habe ich jeden Tag gegossen und einige starteten dann erst mal so richtig durch. Der Feigenbaum trieb wieder aus, die Stockrosen entschlossen sich noch mal zu blühen und mein Meer aus Agastachen blühte dann auch erst mal so richtig drauf los.
Zum Wochenende hin wurd es dann bedrohlich dunkelschwarz am Himmel und es zog ein Gewitter auf. Der Sturm schwoll derartig an und kam mit solcher Macht, dass es die gesamte Krone meiner Walnuss Nr.3 abbrach. Die sauste in meine Scheunenruine, samt den geschätzten 500 Nüssen die dran hingen. Ich biss mir dezent ins Knie. Letztes Jahr gabs keine Nüsse, weil die Blüte erfroren war, heuer hingen sie bummevoll, dann kommt eben ein Sturm. Dafür kann ich aber nächstes Jahr wieder ein wenig wundervolles Walnußholz verheizen. banghead.gif
In der zweiten Woche wollte ich vorm Haus die Drainage graben. Seit mein Buchs ein Opfer des Zünslers wurde, regnets da in den Vorgarten ungehindert rein und das Wasser steht dann an der Mauer....nicht gut.
Die Hausmauer ist 20 Meter lang, und den ganzen Tag im Schatten. So halb. Da hab ich dann 5 Tage gejätet, gegraben und geschuftet. 7 Schubkarren voll Unkraut zur Nachbarin gefahren, wo alles den Hühnern, sehr zu deren Freude, vorgeworfen wurde. Und ich am Buddeln, bei gefühlten 40° im Schatten, der Schweiß mit Erde vermischt überall am Körper, das Shirt pitschnass, so war ich für die gemächlich vorbei spazierenden Einheimischen ein Quell unermüdlichen Spottes und Belustigung.

Abends sass ich auf der Terrasse im Schatten, einen 50 Liter Bottich voll mit 4° kaltem Brunnenwasser, die Füße drinnen und dachte an den Winter.
Trotzdem empfand ich die brutale Hitze als völlig anders zu hier im Stadtleben, wo in der Betonwüste dann auch noch die Dauerbeschallung hinzukommt.
Der Blick auf das Grün, selbst bei größter Hitze, der leichte Wind, die Ruhe, das Wissen, man könne sich jederzeit kalt duschen, wenn man mag und überhaupt grundsätzlich ja auch NIX tun, das unterscheidet sich so sehr von meinem Leben hier, dass die Hitze hier in der Stadt unerträglicher ist und zwar um ein vielfaches.
Ich weiß nicht ob ihr versteht was ich damit meine, oder ob ihr es vllt. auch so empfindet.

Szia
Salviona
Verfasst am: 07.09.2017 09:43
Willipitschen
Halbungar
Durchflieger
Dabei seit: 06.05.2005
Beiträge: 2453
Ich habe da keine Probleme gehabt, ich habe mich in der Hitze dieses Jahres im 38° warmen Thermalwasser abgekühlt.

hi hi hi

viele Grüsse
Willipitschen
Nichts bewegt sich wie ein Citroën


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