|
Tata
Der
Wildreichtum der nahegelegenen Berglandschaften Vértes und Gerecse, die Nähe der Siedlung
zur damaligen Stadt – Buda, die wasserreichen Karstquellen und der vom Bach Által gespeiste
Öreg-tó (Alter See), sowie die anderen kleineren fischreichen Gewässer machten den Ort
schon im Mittelalter zum beliebten Erholungsort, Jagdrevier und Anglersport. Die
viereckige gotische Burg mit vier Ecktürmen ließ König Sigismund (1368-1437) zu Anfang des
15. Jahrhunderts unter Verwendung der Ruinen einer alten Burg am Ufer des Öreg-tó
erbauen. Sie wurde vom See im Norden und im Südwesten von einem Wassergraben geschützt. Die
Türme waren mit zweistoeckigen Schlossflügeln verbunden, in einem davon befand sich eine
Burgkapelle. König Matthias (1458 – 1490) ließ aus dem Gebäude einen Renaissance-Palast
erbauen. Nach dem Tode des Königs begann auch die Domäne in Tata zu zerfallen. Bei den
Eroberungszügen durch die Türken wurde die Burg mehrmals besetzt und in Brand gesteckt. Die
ständigen Angriffe besiegelten aber ihr Schicksal, in den Dokumenten Ende des 17.
Jahrhunderts wurde sie nur noch als Ruine erwähnt. In diesem Zustand erwarb sie 1727 der
Landesrichter Jósef Esterházy(1682-1748). Nach ihrer Erschließung als Denkmal ist die Burg
heute Museum, das den Namen Domokos Kuny trägt. Im Erdgeschoss wird der Besucher von den
Zeugen Pannoniens im Altertum empfangen. Die Ausstellung über das mittelalterlichen Tata
schließt sich an.
Kuny Domokos Múzeum, 2890 Tata, Öregvár, Váu. 1-3, Tel.
34/381-251 |