Ungarn, Land und Leute
Zur Startseite von Ungarn, Land und Leute
Ungarn, Land und Leute

Eger  |  Esztergom  |  Fertõd  |  Gödöllõ  |  Hédervár  |  Kesztehely  |  Kõszeg  |  Martonvásár  |  Mezõhegyes  |  Nagyvázsony  |  Nagycenk  |  Noszvaj  |  Pácin  |  Pécsvárad  |  Ráckeve  |  Sárospatak  |  Sárvár  |  Seregélyes  |  Siklós  |  Szerencs  |  Szécsény  |  Szirák  |  Tata  |  Vaja  |  Vasszécseny  |  Verseg-Fenyõharaszt


Nagycenk

NagycenkMit dem Bau des barocken Schlossensembles begann Graf Antal Széchenyi um 1750. Dieses wurde von Ferenc Graf Széchenyi, dem Begründer des Ungarischen Nationalmuseums, umgebaut, der es mit einer klassizistischen Fassade versehen ließ. Sein Sohn Graf István Széchenyi wurde in aufgeklärtem Geiste erzogen, und er betrachtete den Wandel der ungarischen Wirtschaft zu einer modernen bürgerlichen Nationalwirtschaft nach englischem Muster als sein Lebensziel. Durch seine Initiative und Unterstützung wurde die Ungarische Akademie der Wissenschaften gegründet, wurde die Donau und die Theiß reguliert, die Budapester Kettenbrücke errichtet, die Balatoner Dampfschifffahrt ins Leben gerufen, Eisenbahnstrecken gebaut, sowie die ungarische Pferdezucht und der Pferdesport belebt. Aufgrund seines Lebenswerkes bezeichnete man ihn deshalb noch zu Lebzeiten als den "größten Ungarn". Er machte auch seine Cenker Domäne zu einer Musterwirtschaft. Für die Pferdezucht ließ er Hengste und Stuten aus England bringen. Das Schlossensemble wurde umgebaut und technische Neuheiten wie Gasbeleuchtung und englische  WC-Spülung im Badezimmer eingeführt. Im Palmenhaus gab es Fußbodenheizung der französische Garten nach englischem Muster angelegt. Im Wesentlichen spiegelte das Schloss bis 1945 den Zustand zu Széchenyis Zeiten wider. Der Zweite Weltkrieg hinterließ schwere Spuren, der Rest der Einrichtungen verschwand aus den Gemaeuern. Mit dem Wiederausbau wurde in den siebziger Jahren begonnen. Zwanzig Jahre dauerten die Arbeiten, und das Hauptgebäude präsentiert sich jetzt als Gedenkmuseum: Im Erdgeschoss kann man sich mit dem Leben der Familie Széchenyi und István Széchenyi, in der ersten Etage mit seiner Tätigkeit in der Öffentlichkeit und in der Wirtschaft bekannt machen. Im Ostflügel sind das Gestüt, die dazugehörigen Werkstätten, Lager und alte Kutschen untergebracht. Im Westflügel setzt sich das Gedenkmuseum fort, im Roten Schloss erwartet ein Hotel seine Gäste. Auch der Park des Schlosses wurde erneuert.

Széchenyi István Emlékmúzeum, Kastélyszálló, 9485 Nagycenk, Kiscenki út 3, Múzeum: Tel. 99/360-023, Fax: 99/360/260

nach oben

Quelle: Burgen, Kastelle und Schlösser in Ungarn - Ungarisches Tourismusamt
 tourinform@hungarytourism.hu

Angaben ohne Gewähr!