Ungarn, Land und Leute
Zur Startseite von Ungarn, Land und Leute
Ungarn, Land und Leute

Die Bewohner der Puszta  |  Einödhöfe  |  Handwerksberufe


Handwerksberufe

In Kunmadaras ist das Stiefelmacherhandwerk heute schon im Aussterben begriffenTraditionelle LebkuchenbäckereiDie Blütezeit der Volkskunst fällt mit der Glanzzeit der Puszta im 19. Jahrhundert zusammen. In dieser Zeit bildeten sich eine ganze Reihe von Handwerksberufen heraus: Töpfer, Stiefelmacher, Szûrmantelschneider, Glockengießer, Hutmacher, Riemenschneider, Messerschmiede, Lebkuchenbäcker, Blaufärber und Spitzenklöppler befriedigten die Bedürfnisse der Pusztabewohner.

Die Ungarn haben mit ihrer Lebenskraft und Findigkeit bewiesen, dass man in der Salzsteppe überleben kann. Mit Ziehbrunnen schöpfte man Wasser, man erntete Kamille und rang der Puszta sogar durch Pressen des Schafdungs Heizmaterial ab. Auf dem unbrauchbaren Boden wurden Fischteiche angelegt und Schilf geschnitten. In der Sandpuszta entdeckten die Bewohner das Geheimnis der "Königsmelone" und man begann Melonen zu züchten.Koerbe flechten

Nach der Verwüstung der Puszta, während des Mongolensturms, der Türkenherrschaft, des Freiheitskampfes gegen die Habsburger und in den Kriegen dieses Jahrhunderts, versuchten die Menschen die Gegend umzugestalten. Man baute Zwiebel-, Reis-, Kautschuk- und Baumwollplantagen an, doch die Puszta schüttelte alles Fremde von sich ab und bewahrte ihre eigentlichen Werte.

Nach all den Wirren warten die Puszta und ihre fleißigen Bewohner heute auf liebevollen Schutz.

nach oben
Quelle: "Die Puszta" - László Mészáros/ Officina Nova